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Schiffkowitz & Schirmer
Tour 2020
   
Schiffkowitz & Schirmer 2020

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First Farewell Tour

   17.11.07, München, Olympiahalle
   hinzugefügt am 20.11.2007  von Sori

Seit Montag, 18. Juli 2005 war ich auf STS-Konzert-Entzug und nun bin ich aus der Welt der Studioalben, Best-of-Alben und einer ersten und einzigen DVD entlassen …

Es hat sich nun mal nicht vermeiden lassen, sie sind wieder da! Zehn Minuten, nicht so ganz still, nach acht betraten STS & Band die Bühne und legten mit „Neuer Morgen“ los. Nach der rockigen Nummer und der üblichen Ansprache von Schiffkowitz kamen „Hundert Wege“ und „Ende nie“.

Langsam, aber sicher war ich mir, dass STS das Publikum in der ausverkauften Olympiahalle im Griff hatte. Die Spielfreude war nicht zu übersehen, sie haben viel gelächelt und Schiffi war kaum nervös. Nach den ersten drei neuen Liedern wurden Klassiker wie „Da kummt die Sunn“, „Lass net los“, „Tausendmal“ gespielt. Es ist wunderbar, dass Herr Steinbäcker mir diesen Wunsch doch noch mit einiger Verspätung erfüllt hat und ich in den Genuss kommen konnte, „Tausendmal“ live zu hören ;-) „Gö, du bleibst heut nacht bei mir“ – in der Halle wird es um viele Grad Celsius heißer, dann wieder eine kurze Ansprache von Schiffkowitz, er erwähnte Peter Rosegger und ich freute mich auf „Leute gibt es“. Auch wenn „Auch der andre, der bist du“ mein Rosegger-Favorit ist, ist es schön, dass ein Rosegger-Lied gespielt wird und „Leute gibt es“ spricht nach wie vor das aktuelle politische Thema an, obwohl das Gedicht vor 100 Jahren geschrieben wurde.

Noch einmal über die Politik tobte Günter Timischl in „Die ganze Welt wird fusioniert“ aus und dann saß Schiffi allein mit Gitarre. Die ersten Takte von „Unser letzter Tag“ erklangen … Gänsehaut-Stimmung, einfach nur innehalten, ihm zulauschen … als das Lied zu Ende gespielt wurde, konnten Marion und ich uns nicht mehr auf den Sitzen halten und wir beide mussten ihm stehend applaudieren.

Das „Heimatlied“ „Steiermark“ kam in der Münchener Olympiahalle sehr gut an, überhaupt war das Publikum sehr lobenswert. Die neuen Lieder wurden mit Begeisterung aufgenommen (ich glaube, sogar besser als bei der letzten Tournee) und es wurde auch sehr viel mitgesungen.

Nach „Dagegen“ (hier muss ich Günter Timischls Stimme und Spielfreude loben – es ist eine Augenweide, ihn dabei zu beobachten) und „I bin aus Österreich“ war schon Pause. Noch nie ist der erste Teil eines STS-Konzerts so schnell vergangen …

Zurück zum Ursprung, als sie noch zu dritt aufgetreten sind: „Immer weiter fort“, „Irgendwann bleib i dann dort“ (ich brauch Euch nicht zu erzählen, wie es war – kennt jeder Konzertbesucher) und dann „Sie wissen alles besser“ (ich liebe jedes Mal diesen Moment, wenn die Band wieder auf die Bühne zurückkehrt, alles laut und die Lichteffekte verstärkt werden).

Dann kam das neue Lied, das beim Publikum extremst gut angekommen ist. Normalerweise werden die neuen Lieder, nun ja, von „verhalten“ bis „höflich“ applaudiert und so weiter … das war aber bei diesem Konzert nicht so und besonders bei diesem Lied war alles anders. Das Publikum hat öfters zwischendurch applaudiert, STS haben wie Honigkuchenpferde gestrahlt.

Es war das Lied „Dankschön“.
Dann kam mein Lieblingslied aus dem neuen Album: „Was wär gwesen wenn“ – einfach wunderschön, danke Schiffi! “Wunder meiner Seligkeit“ hat Timischl diesmal lobenswert gespielt. Mich hat es immer gestört, dass das T das Lied live etwas zu schnell gespielt hat. Aber an dem Abend hat er sich an das Tempo von der Studioversion angepasst. Klingt doch viel schöner, oder? Nach „Herzverbunden“ steigerte Timischl die Stimmung mit „Das Feuer“. (Mein Geschrei bei „I verrat ka Ideal mehr, Ideal is wann i’s leb“ durfte nicht ausbleiben, aber zum Glück hat’s keiner gehört.)
Das Publikum war am Überkochen und die Ordner sahen es (ein). Während „Großvater“ gespielt wurde, schoben die Ordner die Sessel weg und das war für uns das Zeichen, zur Bühne zu stürmen.
Von da an begann DAS Konzert …bei “Kalt und kälter“ hat natürlich die Halle gebebt, „Fürstenfeld“ wurde eigentlich nur noch von uns besungen und dann verschwanden STS für ein paar Minuten.
Nach „Zugabe“-Rufen kamen sie wieder auf die Bühne. Steinbäcker stimmt „Du sitzt mir gegenüber …“ an .. was soll ich schreiben? Dieses Lied hat mich diesmal gefühlsmäßig fertig gemacht - aber dennoch, „Wieder a Sommer“ ist und bleibt genial und gehört zu den stärksten Steinbäcker-Liedern. „Fahr auf's Land mit mir“ ist wohl bei der letzten Tournee gut angekommen, dass Timischl es wieder spielt und eines der Höhepunkte des Abends war ganz sicher „Herr Lohengrin“ mit dem Gastauftritt von Karl Scheibmaier. Es muss fantastisch gewesen sein, aber ich war leider nicht ganz voll dabei, weil ich das Lied gefilmt hab. (Noch einmal mache ich das nicht.)

STS, Band und Karl S. verabschiedeten sich wieder. Aber sie kamen doch wieder … mit einem ganz starken „Du sollst leb'n“ und bevor sie sich endgültig verabschiedet haben, noch „Auf a Wort“.

Das Publikum war wirklich verdient. Es war ein fantastisches Konzert. Die Zusammenstellung der neuen und alten Lieder hat perfekt gepasst. Natürlich vermisst man hier und da seine Favoriten. Aber man kann nicht alles haben … denn ich bekomme schon viel geschenkt, wenn ich STS live bei einem Konzert erlebe.

Übrigens:
„14“ kam doch noch als letzte Zugabe.
Gesungen von Sori, Marion und Douglas (The Artist Formerly Known As „Sexy Sohn“) im Auto Richtung Obermenzing. Anika war begeisterte Zuhörerin.

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