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Schiffkowitz & Schirmer
Tour 2020
   
Schiffkowitz & Schirmer 2020

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sie werden immer besser

   22.10.11, Regensburg, Donau-Arena
   hinzugefügt am 23.10.2011  von Daga

REGENSBURG(han). „Das Feuer brennt immer noch“, dass die Kultgruppe STS – Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz aus der Steiermark – noch immer heiß brennt und ihre Fans auch, dass erlebte man am Samstagabend in der Donauarena in Regensburg. Denn gerade nach der Pause schafften die Drei und ihre Band es, ihre Besucher aus den Sitzen zu reißen und sie zu begeistern.
Dass die drei Liedermacher mehr zu bieten haben, als „Fürstenfeld“ wurde deutlich, als sie einen musikalischen Rückblick auf 30 Jahre ihrer Geschichte machten, denn STS waren schon immer die Mahner, die Nachdenker, die mit ihren Liedern aktueller sind, als je zuvor. Ob dies nun über Themen wie Fusionen und Globalisierung, oder „Kalt und kälter“, oder den Mut wie in „Sie wissen all`s besser“ ist, es gipfelt bei den Besuchern dann darin wenn Gert Steinbäcker einstimmt und alles mitsingen bei „Irgendwann bleib i dann dort“. Den Menschen in der Donauarena ist es anzumerken - die Drei mit ihrer Band treffen den Zeitgeist und das schon seit 30 Jahren.
Sprecher Schiffkowitz meinte zu Beginn: „wir sind vielleicht nicht mehr jung und fesch aber nach wie vor dynamisch“ - das kann man nur unterschreiben. Die nun an die 60iger herangehenden Herren, das ist ihnen aber nicht anzumerken, präsentieren 26 Titel an einem traumhaften Abend, der all die Besucher zufrieden nach Hause gehen ließ. Die drei neuen Titel „Out of Fürstenfeld“, hier schildert Schiffkowitz seine Erlebnisse im Schulheim in Fürstenfeld, oder „dein Eigenener Weg“ von Gert Steinbäcker, gipfelt im Lied die „Zeit“l. Neu auch die Solosongs von Gert Steinbäcker „Alte Freind“ oder aktuell Schiffkowitz mit seinem Soloalbum „Immer das Gleiche“. Danach ging dann die Zeitreise zurück durch 30 Jahre Erfolg.
Dass dies aber nicht immer, wie jetzt, vor ausverkauften Hallen stattgefunden hat, wird immer wieder in sprachlichen Rückblicken von Schiffkowitz deutlich. Denn die Steirer haben auch vor fast leeren Hallen gespielt „Wir waren drei und die anderen vier im Publikum“, das ist aber aktuell kaum zu glauben, denn alle Konzerte sind vollkommen ausverkauft. Bemerkeswert ist, so war von „Stimmen der Welt“-Chef Rüdiger Hoffmann zu erfahren, dass es neben STS seit zehn Jahren nur Tina Turner bisher geschafft hat an zwei Tagen hintereinander die Münchener Olympiahalle vollständig zu füllen.
Sie präsentierten gerade im ersten Teil einen bunten Strauß ihrer aktuellen Lieder, aber auch solchen Klassikern wie „Zeig mir dein´Himmel“, „Wunder meiner Seligkeit“ oder „Mach die Augen zu“.
Nach der Pause geht es dann ins Herz des Publikums, die aktiv wurden, denn Stühle wurden nun nicht mehr gebraucht. Das Geheimnis von STS ist die Tatsache, dass jeder von ihnen ein begnadeter Künstler ist. Nur alle zwei Jahre treffen sie sich offiziell, um ihre neuen Lieder einzuspielen. Hier präsentiert jeder seine Ideen, die von den anderen zwei aufgenommen und interpretiert werden. Sie sind keine Band die von Tour zu Tour oder Auftritt zu Auftritt jagt, sie nehmen sich die Zeit, sich in ihren eigenen Balladen zu verwirklichen. Dies schätzen ihre Fans an STS.
Gert Steinbäcker identifiziert sich besonders mit seinem Stück „Großvater“ das authentisch aus seiner Jugend berichtet. Die Anhänger sind begeistert über so viel Gefühl und jeder ertappt sich dabei, einen Gedanken an einen vertrauten verstorbenen Angehörigen zu verschenken. Natürlich darf der Hit „Fürstenfeld“ der STS das unabhängige Leben ermöglicht hat nicht fehlen. Sie haben es halt geschafft neben kommerziellem Erfolg auch die Menschen zum nachdenken zu bewegen. Dies gelingt Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz immer wieder in ihren Liedern. Die 68er Revoluzzer sind aktueller als je zuvor. Sie sind up to date und treffen den Nerv der Gesellschaft, nach der fünften Zugabe entlassen die Besucher ihre Steierer und hoffen darauf, dass man bald wieder von den drei Barden etwas hören wird. Denn „Auf a Wort“ von Günter Timischl mit dem sie sich verabschieden, wäre ein Anfang des notwendigen Umdenkens in der Gesellschaft.
Von Dagmar Angerer

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