Benutzername:  
Passwort:  Anmelden  
oder neu registrieren  
Schiffkowitz & Schirmer
Tour 2019
   
Schiffkowitz & Schirmer 2019

     <-- Zurück


Walk The Line

>> Alle Foren > Empfehlungen > Sonstiges

AutorBeitrag
Sori



941 Beiträge
23.03.2006 11:35:45

der beitrag kommt etwas spät, weil der film schon seit anfang februar in den kinos läuft. aber ich war erst letzten samstag mit karl dort - also, wenn "Ice Age 2" nicht besser wird, wird "Walk The Line" ganz sicher mein film des jahres 2006.

beruhend auf den biographien von johnny cash spielt der film in der zeit, wo johnny cash das erste mal auf seine zukünftige (zweite) ehefrau und große liebe june carter aufmerksam wird und der film endet mit dem heiratsantrag auf der bühne. für die rolle als june carter hat reese witherspoon den oscar wirklich verdient, schade, dass joaquin phoenix für seine rolle als johnny cash das gleiche nicht zuteil wurde.

ein sehr schöner film - eigentlich nur eine weitere amerikanische liebesgeschichte, aber: die schauspielerischen leistungen und die cash-carter-lieder, die von den beiden (joaquin und reese!) gesungen wurden, waren einsame spitze. johnny cash und june carter sind einfach ein schönes paar - im film wird deutlich, dass johnny ohne june nichts ist.

und der film hat mich auch auf den echten johnny cash aufmerksam gemacht und ich bedaure es, dass ich es nicht vorher gemacht habe - aber die fülle von guter musik ist eigentlich unendlich.

fazit: empfehlenswert!!! (nicht nur für johnny-cash-fans)

greetinx, s.

"It ain't no sin to be glad you're alive ..." (Bruce Springsteen, "Badlands")

Udo



138 Beiträge
29.03.2006 21:00:36


Zitat:
der beitrag kommt etwas spät
Lieber spät als nie!


Zitat:
der film hat mich auch auf den echten johnny cash aufmerksam gemacht
Bei mir ist es eher umgekehrt, genauer gesagt, habe ich den Film noch vor mir. Aber Deine Rezension hat mich dem Kinobesuch wieder ein Stück näher gebracht! Und bis der Film auf DVD erscheint, empfehle ich folgende Alternativen: "Festival!" von Murray Learner, eine musikalische Dokumentation über das Newport-Folk-Festival, bei dem Johnny Cash zwar nur einer von vielen ist - hauptsächlich dreht es sich um Bob Dylan und Joan Baez - aber trotzdem sehenswert. Und dann noch die DVD "Johnny Cash - Greatest Hits, live" mit - leider nur - 14 Songs, dafür aber mit Beiträgen verschiedener Zeitgenossen, wie Waylon Jennings, Merle Haggard, Glen Campbell u.a.


Zitat:
die fülle von guter musik ist eigentlich unendlich
Was für ein Glück!


Udo
Herzverbunden!


Der Beitrag wurde 1x editiert
am 29.03.2006 21:02:06 von Udo
wolfamon



113 Beiträge
30.03.2006 10:21:09

Da mich bereits seit Mitte der 70er die Musik und irgendwann auch das Leben von Johnny Cash sehr interessierten, vernahm ich mit Freude, dass es einen Film über Johnny geben soll.

Ich war sofort am ersten Tag im Kino und sah mir natürlich die Originalfassung in amerikanischer Sprache an.

An sich erwartete ich mir einen Film hauptsächlich über die Musik von J.R. Cash, wobei mir rasch klar wurde, dass es dabei jedoch hauptsächlich um den Menschen John Cash ging; seine Musik – da wesentlicher Bestandteil seines Lebens – spielt im Film aber trotzdem schlussendlich nur die zweite Geige.

Sehr positiv überrascht hat mich der musikalische Vortrag der beiden Hauptdarsteller, insbesondere die Authentizität mit der Reese Whiterspoon June Carters sowohl gesanglichen Vortrag als auch jenen, für sie typischen, auf der Autoharp darbrachte.
Weiters hat mich die Regiearbeit, in der akribisch diverse kleine aber durchaus wichtige und auch relevante Details gezeigt wurden, äusserst beeindruckt.

Beispielsweise war ca ein bis zwei Sekunden (im Film war es eine Ein-Dollar-Note) das Stück Papier zu sehen, das Johnny in anfänglicher Ermangelung einer Snare-Drum zwecks griffiger Sounderzeugung häufig zwischen die Seiten seiner Dreadnought-Gitarre spannte.

Was mir an dem Streifen ein wenig missfiel, war das meiner Meinung nach äusserst abrupte und nicht sehr schlüssige Finale, sowie die komplette Aussparung seiner letzten 15 bis 20 Lebensjahre.

Gerade in diesen beiden letzten Dekaden kam es einerseits zu einer weiteren dramatischen Wende in seiner Biografie, sowie er andererseits mit seinen sozusagen „Alterswerken“, den 4 Alben der „American Recordings“ noch einmal Meilensteine in der Musik setzte.