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Schiffkowitz & Schirmer
Tour 2020
   
Schiffkowitz & Schirmer 2020

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1000 Santa Cläuse und Spezial-Kurti fürs Supertrio  

   24.12.1992, Peter Siegmund, Krone Zeitung
   hinzugefügt am 30.07.2003  von Andreas

Einmal war die Frau Grete aus dem Theatercafé da und servierte drei Bier, einmal saßen Gert Steinbäcker, Günther Timischl und Helmut Röhrling-Schiffkowitz schon als Marzipanfiguren auf der Bühne, als sie nach der Pause wieder in den Saal kamen, etliche andere Gags hatte sich Veranstalter Vojo Radkovic in den letzten Jahren fürs STS-Tournee-Schlußkonzert im Grazer Stefaniensaal einfallen lassen. Heuer aber setzte er das Glanzlicht. 1000 Weihnachtsmann-Masken wurden in der Pause an die Besucher verteilt - und als die drei Barden wieder auf die Bühne kamen, schauten ihnen 1000 Santa Cläuse entgegen. Huschte Schiffkowitz mit einem "A Wahnsinn, des muaß i sofort fotografieren" von der Bühne und kam mit seiner Autofocus retour. Der Schiffi blitzt sich ja durch jede Tournee- nur Fotos gibt`s nie welche zu sehen. Teil 1 der Abschlußfeier gab`s gleich hinter der Bühne bei Lachs, Steak und Ananas mit Himbeerschaum. Da war auch der 1001. Weihnachtsmann dabei - Willi Resetarits ("Heut`bin i net der Ostbahn-Kurti") war extra per Bahn aus Wien angeratert, um mit Bart, Kutte und Kapuze den dreien Geschenke zu überbringen. "Jedem etwas, mit dem er Freude hat: Für den Gert ein Bier, für den Schiffi ein Bier und für den Günther, der kein Bier trinkt, auch ein Partyfassl Bier. Weil er freut sich, wenn er`s mir schenken kann." Dann referierte Santa Claus h.c. über die Weihnachtsfrau:"Eine neue Überlegung, schon allan von der Optik her: Weil man sich ja wirklich fragen muß, ob die auch einen Bart hat."

Der Weihnachts-Kurti war auch nicht gram, weil er als letzte Zugabe von der Bühne aus vergeblich "So net" gefordert hatte. "Aber so ist das leider net gangen", erklärte Timischl hinterher. "Wir haben die Gitarren für diese Nummer gar nicht mehr auf der Bühne gehabt. Und haben dem Weihnachtsmann seinen Wunsch abschlagen müssen." Fast genausoviel Jubel wie für das Top-Produkt "Fürstenfeld" gab`s während des Auftritts für die drei Nummern gegen den Rechtsradikalismus. Und auch wenn Applaus guttut - richtig greift "Und es is so schön da" wohl erst, wenn nach dem letzten Takt (Schiffi:"Das ist mir eingefallen, als ich heuer im Frühjahr in Treblinka war") keiner im Saal klatscht. Weil jeder zu betroffen ist.