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Schiffkowitz & Schirmer
Tour 2020
   
Schiffkowitz & Schirmer 2020

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Die Steirer Althippies rocken wieder  

   30.11.2007, Andreas Praher, Salzburger Nachrichten
   hinzugefügt am 30.11.2007  von Gini

Leicht ergraut, aber immer noch am Puls der Zeit ziehen STS zum 13. Mal durch die Lande. Am 5. Dezember gastieren die drei Altrocker in Salzburg.

Salzburg-Liefering. Nach einer dreijährigen Pause stehen STS wieder auf der Bühne. Am Mitwoch, 5. Dezember, um 20 Uhr macht das Austro-Pop-Trio Station in der Salzburgarena, wenn es heißt: "Ich begrüße Sie/euch recht herzlich."

30 Jahre und kein bisschen müde

Beinahe 30 Jahre ist es her, dass Gert Steinbäcker, Günter Timischl und Schiffkowitz, mit bürgerlichem Namen Helmut Röhrling, 1978 die Band STS aus der Taufe hoben. Sechs Jahre später schafften die drei Herren mit "Fürstenfeld" den großen Durchbruch. Mittlerweile sind beinahe drei Jahrzehnte vergangen, Alterserscheinungen sind keine zu erkennen. Beim Auftaktkonzert zu ihrer aktuellen Tournee, die übrigens die erste Abschiedstournee sein soll, begeisterten sie rund 3000 angereiste Fans in der Messehalle Oberwart, nicht unweit der besungenen Heimstätten Stinatz, Sinabelkirchen und Fürstenfeld.
Das aktuelle Album der steirischen Combo "Neuer Morgen" schließt nahtlos an das vorangegangene "Herzverbunden" an. Die Single "Ende Nie" sorgte bereits vergangenes Jahr für mediales Aufsehen. Ein Parade-Song über Gewalt und Ignoranz in der Tradition von "Kalt und Kälter", der nicht allen Radiostationen genehm war. Doch das scheint den Dreien herzlich egal zu sein. "Wenn ich ein Lied schreibe, denke ich dabei nicht an die Einsatzmöglichkeiten", so Steinbäcker. Ebenso den Fans der Kultband, die sich von der Ignoranz einzelner Progammchefs nicht beirren lassen. Sie schätzen, dass STS nicht gerne um den heißen Brei herumreden, sondern genau das sagen, was sie sich denken. Das ist auch in "Ende Nie" der Fall, wenn Steinbäcker bei der Gegenüberstellung von religösen Fundamentalisten und radikalen Kapitalisten zu dem Schluss kommt, dass sich nichts ändern wird, solange wir so weitermachen wie bisher.
Ein Weitermachen wie bisher gab es auch bei Steinbäckers Weggefährten Schiffkowitz und Timischl nicht. Ersterer gewährt mit seinen Songs, die auf einer Reise durch Griechenland entstanden sind, einen ungewohnt tiefen Einblick in sein Gefühlsleben, während das T in der Mitte in "Hunderte Wege" lockere Country-Hadern mit der Schwere einer Ballade in Einklang bringt.

Wie immer eine "Überdosis G'fühl"

Nebenbei darf aber auch das Altbewährte bei einem Besuch der drei Althippies ohne Ablaufdatum nicht fehlen. Und dass bei "Großvater" noch immer eine "Überdosis G'fühl" in einem hochsteigt, dafür legen die Drei ihre Hände in "Das Feuer" oder besser gesagt an die Saiten ihrer geliebten Klampf'n.