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Innige Stärke  

   09.11.2007, Angelika Lukesch, Mittelbayerische Zeitung
   hinzugefügt am 25.04.2008  von Nico86

Innige Stärke

Die österreichische Gruppe STS begeisterte in der ausverkauften Donau-Arena mit alten Hits und neuen Songs

Von Angelika Lukesch, MZ

REGENSBURG. Preisfrage: Welche Gruppe füllt die Donau-Arena wieder und wieder locker bis zum letzten Platz? Richtig, die österreichischen Pop-Titanen STS, also der Gerd Steinbäcker, der Günther Timischl und „der Schiffkowitz“. Seit knapp dreißig Jahren gibt es die Band, im nächsten Jahr kann das runde Jubiläum gefeiert werden. Der Gerechtigkeit halber muss man sagen, dass beileibe nicht nur die „alten“ Fans zum Konzert kommen. Nein, überraschenderweise wachsen junge nach und lassen sich vom typischen STS-Austro-Pop mitreißen.

Aber was ist es denn eigentlich, das die drei Österreicher so konstant hoch in der Wertschätzung ihres Publikums bleiben lässt? Vielleicht sind es die Texte ihrer Songs, die nicht von der heilen Welt erzählen, sondern die Existenz menschlicher Schwächen akzeptieren und mit stets vorhandener leiser Melancholie die Vergänglichkeit des Seins besingen. Vielleicht ist es die Musik, die so STS-typisch melodiös und manchmal auch recht intensiv daherkommt, zum Beispiel, wenn Gert Steinbäcker im Solopart mit Leidenschaft von seiner Heimat „Steiermark“ singt. Die meisten Songs jedoch beginnen mit einem Sänger, dann kommt der zweite hinzu und schließlich wird die musikalische Klimax erreicht, wenn alle drei „full power“ geben und ihren Song in das Publikum hineinschmettern.

Ruhiger sind sie dennoch geworden und auch irgendwie abgeklärter. Da gibt es keine aufwändige Bühnenshow, da gibt es keine Kostüme. Da gibt es Jeans, T-Shirts und Poloshirts, einige Musiker im Hintergrund, drei Gitarren und eben STS.

Und wenn die drei dann, nach einigen neueren Liedern und einem wunderschön vertonten Gedicht von Peter Rosegger, ihre alten Hits anstimmen und erneut versprechen „Irgendwann bleib i dann dort … geh vo daham für imma fort …“, dann wandelt sich die Donau-Arena zur homogenen Masse, die spätestens beim Mega-Hit „Fürstenfeld“ vom ersten bis zum letzten Wort auswendig mitsingt.