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Schiffkowitz & Schirmer
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Schiffkowitz & Schirmer 2019

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Ein Abend mit vier Legenden  

   20.07.2008, Christoph Steiner, Kleine Zeitung
   hinzugefügt am 20.07.2008  von Riky

Ein Abend mit vier
Legenden

Paul Simon ist auf Europatournee und macht am Mittwoch mit STS im Schlosspark Esterházy Halt.

Es kommt eben nicht auf die Größe an. 155 Zentimeter misst Paul Simon und zählt seit Jahrzehnten zu den Weltstars der Musikgeschichte. Sei es als Solist mit Gitarre und Hut oder als Denker und Lenker des Folk-Rock-Duos Simon & Garfunkel. Der umtriebige 66-jährige Amerikaner ist deshalb auch gleich zweimal in der „Rock and Roll-Hall of Fame“ in Cleveland vertreten. Seine Hits sind quasi Allgemeingut. Ein paar Takte angespielt und jeder hat sie im Ohr: von „50 Ways To Leave Your Lover“ bis zu „Sound Of Silence“.

Im Park vor Schloss Esterházy in Eisenstadt bietet sich am Mittwoch die einmalige Möglichkeit vier Kultkünstlern einen Abend lang bei der Arbeit zuhören zu dürfen: Simon sowie Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz alias STS. Interessant wäre ein Miteinander, es bleibt aber wohl beim geplanten Nacheinander.

STS ist gerade auf Festival-Tournee. Wie läuft’s?

SCHIFFKOWITZ: Hervorragend. Wir waren grad am Tegernsee in Bayern und das Publikum zeigte sehr gute Reaktionen auf das neue Album.

Gibt es einen Unterschied zwischen österreichischen und deutschen Fans?

SCHIFFKOWITZ: Die Österreicher kennen das letzte Album „Neuer Morgen“ besser. Sonst gibt es keine Unterschiede.

Was bringt der Sommer?

SCHIFFKOWITZ: Eine Pause im August, am 7. September das Donauinselfest. Dann folgt die übliche lange Pause, um Songs fürs nächste Album zu schreiben.

Wo ist ihr Museplatz, wenn Sie Lieder scheiben?

SCHIFFKOWITZ: Am kreativsten bin ich in Kreta, wo ich seit 30 Jahren hinfahre, und im Zustand des Unterwegsseins. Zu Hause in Graz und Wien kann ich gut komponieren, aber nicht texten.

Am Mittwoch tritt STS in Eisenstadt vor Paul Simon auf. Sehen Sie sich als Vorgruppe?

SCHIFFKOWITZ: Gar nicht. Wenn das jemand so sieht, ist mir das egal. In den 90er-Jahren traten wir schon einmal vor Sting auf.

Gab es Kontakt zu Sting?

SCHIFFKOWITZ: Null! Er ist ein arroganter Binkel. Als Musiker respektier’ ich ihn, aber seine Musik langweilt mich zu Tode.

Wie ist Ihr Bezug zu Paul Simon?

SCHIFFKOWITZ: Er ist ein ganz großer Künstler und das seit Jahrzehnten. Simon & Garfunkel haben mir gefallen. Ich schätze seine Arbeit, aber die Musik haut mich nicht um. Außer auf dem Album „Graceland“ strahlt sie eine gewisse Kühle aus.

Was macht Simon zu so einem Großen?

SCHIFFKOWITZ: Hätte ich sein Rezept, wäre Bill Gates gegen mich ein Armenhäusler.

Geht man nach dem Konzert gemeinsam auf ein Bier?

SCHIFFKOWITZ: Das kann sich ergeben, lässt sich aber nicht planen. Simon wird nicht fragen. Falls doch, geh’ ich sicher mit.