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Schiffkowitz & Schirmer
Tour 2019
   
Schiffkowitz & Schirmer 2019

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Ein Hitfeuerwerk zum Abschied  

   12.12.2011, Nina Edler, News
   hinzugefügt am 13.12.2011  von lukas

Steirisches Trio brachte bummvolle Stadthalle zum Kochen und trat in Würde ab

„Bei jedem Wickel mit der Mutter wor mei erster Weg von daham zu dir...“, als diese Zeilen gestern Abend in der Wiener Stadthalle erklangen, hielt es das Publikum nicht mehr auf den zuvor so brav eingenommenen Sitzen. Die Halle stürmte zur Bühne, um noch einmal, vermutlich das letzte Mal in dieser Örtlichkeit, dem steirischen Trio STS zuzujubeln. Spätestens in dem Moment war es für alle ein gelungener Abend.

Von Anfang an: Die steirischen Granden Gert Steinbäcker, Günter Timischl und Schiffkowitz machten – in dieser Woche aufgrund des großen Andrangs den bereits zweiten – Stopp in der Wiener Stadthalle. Diese Tour ist jedoch nicht irgendeine, sondern die große Abschiedstournee des Trios. Auch wenn der Abschied kein endgültiger ist, sondern nur von den großen Bühnen und den langen Tourneen (STS werden weiter bestehen), genügte das, um die Wiener und all jene, die hier charmant als „Zuagraste“ bezeichnet werden und die vermutlich den Großteil des Publikums ausmachten, für zwei Abende in Scharen anzulocken. Sollte ja schließlich das letzte Mal sein, und das will man sich nicht entgehen lassen.

Steiermark in Vienna
Und damit sollten die Zuhörer und Zuseher auch Recht behalten. Mit „Das Feuer brennt immer“ eröffneten die drei Herren ihren großen Abend und bereits nach dieser ersten Nummer wurde kräftig geklatscht, gejohlt und die mitgebrachten Steirermark-Fahnen geschwenkt. Somit wussten alle, wer hier Abend spielt. Auf diesen Polster, die Fans wissentlich schon auf ihre Seite gezogen zu haben, ausruhend, setzten STS die erste Hälfte (ja, es gab eine Pause!) mit eher neueren und für den Großteil wohl eher unbekannteren Liedern fort, um zwischendurch vereinzelt die „alten Hadern“ auszupacken.

Alle Hits dabei
Liebhaber der Letzteren kamen aber in der zweiten Hälfte voll auf ihre Kosten und spätestens bei „Großvater“ wusste der ganze Saal, warum diese drei Herren es nach 30 Jahren immer noch schaffen, die Stadthalle an zwei Abenden innerhalb einer Woche zu füllen. Das Publikum hielt es nicht mehr auf den Sitzen, alles strömte nach vorne, selbstredend jede Zeile auswendig mitsingend/-grölend. Gefehlt hat nichts, von „Fürstenfeld“ über „Kalt und kälter“ bis zur geheimen, inoffiziellen Steirmark-Hymne „Steiermark“, alles wurde zelebriert. Das Trio ließ sich auch zwei Mal wieder zurück auf die Bühne zu holen, um sich nach zweieinhalb Stunden endgültig vom Publikum sowie vom ebenfalls anwesenden Bundespräsidenten zu verabschieden. Ein würdevoller Abschied, der die Fans mit einem lachenden und gerade deshalb auch mit einem weinenden Auge zurückließ.