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Schiffkowitz & Schirmer
Tour 2019
   
Schiffkowitz & Schirmer 2019

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Ganz ohne Fürstenfeld geht's nicht  

   21.11.2004, chair, Main Post
   hinzugefügt am 24.11.2004  von chair

Ganz ohne Fürstenfeld geht's nicht


Würzburg (usch) Sie haben die Gitarre in der Hand, Rhythmus in den Adern und jede Menge Geschichten im Kopf. Die werden sie los an diesem Konzertabend in Würzburg, die drei angegrauten Jungs von STS. Im steirischen Zungenschlag, unaufgeregt, rockig und leidenschaftlich erzählen sie von einer "Überdosis G'fühl", vom "Tanz auf dem Vulkan", von Herzverbandelungen und Grenzenlosigkeiten - und vom "Großvater".

Ihre eingefleischten Fans lauschen den neuen Songs brav und aufmerksam, begrüßen und bejubeln sie. Und werden prompt belohnt. Von den alten Scheiben kennen sie jedes Wort, verfallen in das Sing-Sang-Kauderwelsch des Dialekts und dröhnen unisono und inbrünstig mit, wenn "Göi, du bleibst heit nacht bei mir" oder "Da kummt die Sunn" intoniert werden. Und ohne "Fürstenfeld" geht's natürlich nicht.

Im zweiten Teil des Konzerts der steirischen Folk-Sänger hält die Massen nichts mehr auf den Stühlen. Die ausverkaufte s.Oliver-Arena ist ein wogendes Menschenmeer aus Jung, Alt und ganz Alt. Lichtlein funzeln, und vor der Bühne wiegt sich mit hoch erhobenen Armen die begeisterte Menschentraube.
Kein Blatt vor den Mund

Derweil klampfen sich die Herren Steinbäcker, Timischl, Schiffkowitz die Finger wund. Sie sind ein starkes Herren-Trio mit interessanten musikalischen Facetten, wechseln geschickt vom lyrischen Gitarrensound zum harmonischen Dreigesang. Geben sich Raum für Solos und drehen mit der hochprofessionellen Begleitband (Gerd Wennemuth, Wolfram Abt, Franz Zettl, Ewald Beit) bis zum Anschlag auf. Ihre Texte bestehen aus Binsenweisheiten mit Tiefsinn. Sind melodiöse Stories aus dem Alltag, beschreiben Fern- und Heimweh, Liebe und Frust. Hier klingt der Weltschmerz weich, die Sozialkritik soft, obwohl sie hautnah dran sind am wahren Leben und die Interpreten sich kein Blatt vor den Mund nehmen.

So wollen die Fans das seit über 25 Jahren hören, mit Feuer. Das brennt immer noch. Lichterloh!