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Schiffkowitz & Schirmer
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Zwischen den Inseln - Steinbäcker schrieb neue CD in der Ägäis und produzierte auf Capri  

   28.01.1994, Autor unbekannt, OÖNachrichten
   hinzugefügt am 26.02.2005  von Livia

Text: 1990 veröffentlichte er "Einmal im Leben", und er meinte es damals relativ ernst - daß dies eben nur der einmalige Versuch einer Solo- Platte sein sollte. Der Titel stellte sich als Irrtum heraus, denn eben hat STS-Mitglied Gert Steinbäcker sein zweites Album veröffentlicht. Es trägt schlicht den Titel "Steinbäcker".

Bei der Präsentation der zweiten Platte gab es Gold für die erste. Das Edelmetall hat in seiner Wohnung in Graz einen ganz bestimmten Platz - in der Küche. Aus gutem Grund: "Wenn ich vom Frühstückstisch aus viel Gold und Platin sehe, habe ich den totalen Bock, weiterzuarbeiten."

"Heißt das, daß Sie sonst ein faules Aas wären?"


"Na ja. Man muß mich schon motivieren. Sonst könnte ich nicht zwei bis drei Alben pro Jahr machen, wie das zuletzt der Fall war. Erst die neue STS-Platte, dann das 'Rosegger'-Sonderprojekt, schließlich diese CD." Zum Arbeiten Rückzug auf die Insel

Wie so oft, zog sich Gert Steinbäcker für die Textarbeiten auf "seine" griechische Insel zurück: "Dort gibt's kein Telefon, ich lege einen Achtstundentag ein, bin ganz allein. Ingrid, meine Freundin seit 15 Jahren, hält das aus. Sie beklagt sich zumindest nicht wirklich. Ich sag auch in der Öffentlichkeit nie mehr, wo diese Insel liegt. Einmal habe ich mich in München bei einem Interview verplappert, und schon besuchten mich zwei verzückte Pärchen aus Deutschland. Sehr liebe, freundliche Leute, aber sie wollten immer Gespräche führen . . ."

Nach der Rückkehr vom zweimonatigen Inseldasein stellte Christian Kolonovits für Steinbäcker die Band zusammen, dann ging's ins Studio auf Capri: "Ein Studio, in dem vor mir Roxette und Inxs produzierten. Tolle Anlage, gehört einem Psychiater aus Neapel und war früher ein Hotel. Für mich war es lustig und angenehm, im November in dieses herrliche Klima zu kommen. Vom Studio aus hatten wir einen Blick über die Insel auf das Meer. In dieser Atmosphäre ließ es sich prima arbeiten."

Auf Capri feierte der Steirer auch seinen 41. Geburtstag. Neben eigenen Texten sang er übrigens auch welche von Thomas Spitzer, Konstantin Wecker und Wolfgang Ambros. Und ein gewisser "Feiertag" hat ihm den Titel "Munition" geschrieben: "Der 'Feiertag' ist einer, der mich nach 'Einmal im Leben' kritisiert hat. Nicht alle Texte, erklärte er, seien gut gewesen. Da forderte ich ihn auf: 'Mach es einmal selbst, dann wirst du sehen, wie schwer diese Arbeit ist, und wie leicht, zu kritisieren. Er nahm die Herausforderung an, dichtete 'Munition' - einen eher wilden, ungeschliffenen Text."