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Ein neuer Morgen für STS  

   28. August 2007, Isabelle Hansen, Dolomiten
   hinzugefügt am 29.08.2007  von suedtirolerin

Neue CD - Steinbäcker: lösen uns erst auf, wenn einer stirbt - Tourneestopp in Bozen

30 Jahre sind sie mittlerweile dabei und gehören zu den Großen der österreichischen Musikszene: "Und es lebt sich gut damit", sagt Gert Steinbäcker, das erste S in STS im "Dolomiten-Interview". Derzeit stellt die Gruppe ihre neue CD "Neuer Morgen" vor, am 9. Dezember singen sie in der Bozner Stadthalle.

Dolomiten: Wie würden Sie Ihr neues Album beschreiben?

Gert Steinbäcker: Musikalisch bleiben wir auch nach 30 Jahren unserem Stil als Singer-Songwriter treue, und textlich dreht sich alles um Gefühle, von Liebe bis Politik.
D: Politik gehört in die Sparte Gefühle?

Steinbäcker: Die Texte fotografieren unsere emotionalen Regungen bei der Betrachtung von irgendetwas. Zum Beispiel, wenn ich nationalsozialistische Parolen höre, dann geht es mir schlecht dabei. Das kommt dann in meinen Texten zum Ausdruck. Auf der neuen CD sind zwei solche kritischen Lieder. Eines beschäftigt sich mit Haider und seinen Nachkommen, das andere mit der Ignoranz des Westens gegenüber dem Islam und andersrum.

D: Also wieder eine CD mit Liedern voller Tiefgang?

Steinbäcker: Na, anders wär's ja auch unmäßig fad. Lieder nur zum Geld machen, das würde in unserem Fall wohl auch gar nicht funktionieren. Wir haben nun mal alle drei die Begabung, Texte mit Tiefgang zu produzieren. Wobei wir darin nicht die Welt erklären wollen, sondern nur aus unserer Sicht abbilden.

D: 30 Jahre STS und immer noch neue Ideen, kein Zerwürfnis, gut verkaufte Alben, volle Hallen. Das können nur wenige Bands von sich behaupten.

Steinbäcker: Unser Geheimnis, nein besser unser Rezept, ist, dass wir nur etwas alle drei Jahre ein neues Album produzieren. Für Produktion und Tournee sind wir für ein Jahr beieinander und in den Zwischen zeiten sehen wir uns kaum. So hat jeder genug Zeit, Songs mitzubringen.

D: Einige davon haben es in Österreich und darüber hinaus zu Kultstatus gebracht. Wie lebt es sich als Musik-Ikone?

Steinbäcker: Sehr gut. Aber man muss dazu sagen, dass die neuen Lieder nie mehr so berühmt werden wie die alten Hits. Die Zeit hat sich verändert, die Klingentonmusikszene ist heutzutage zu schnelllebig geworden. Da kommt ein Song heraus, und dann wird er in den Medien ruaf und runter gespielt, bis man ihn buchstäblich nicht mehr hören kann. Werbetechnisch mag das ja superschlau sein...

D: Mit der neuen CD geht es wieder auf Tournee?

Steinbäcker: ja, in Österreich, Deutschland und auch in Südtirol. Da freuen wir uns schon drauf. Es ist äußerst cool, wir spielen immer noch vor vollen Hallen.

D: ...also auf die nächsten 30 Jahre?

Steinbäcker: Solange unsere Musik gefällt, wir dabei Spass haben und es rein bewegungstechnisch noch drin ist, machen wir weiter. Die Gruppe wird sich überhaupt erst auflösen, wenn einer stirbt.