STS in Vorarlberg

   04.11.2001, Autor unbekannt, Vorarlberger Nachrichten
   hinzugefügt am 30.07.2003  von Andreas

Am Samstag und Sonntag gastierte die beliebte steirische Band STS in Vorarlberg im Bregenzer Festspielhaus. Der "VN" stand die Band Rede und Antwort.

„Mir san wieda do. Noch jünger, noch fescher und dafür auf Viagra.“ So leitete Schiffkowitz, das letzte S von STS, die beiden Konzerte im Bregenzer Festspielhaus ein. Davor standen Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz den „VN“-Rede und Antwort.

„VN“: STS ist anders. Keine Security, keine Starallüren. Gemütliche Atmosphäre. Was macht STS aus?
Schiffkowitz: STS steht für akustische Gitarrenklänge mit Botschaft, Tiefgang und viel Gefühl – so sind auch wir, auch nach 23 Jahren als Band.

„VN“: 23 Jahre – eine lange Zeit in der Musikbranche. Seid ihr vor Auftritten noch nervös?
Schiffkowitz: Und wie. Eine Stunde vor Konzertbeginn kann ich niemand Fremden mehr sehen. Und eine halbe Stunden davor nicht mal mehr meine Freundin.

„VN“: Dann warten Tausende Fans im Publikum auf euch . . .
Schiffkowitz: Das macht irre Spaß. Das Feuer brennt nämlich noch immer in uns – und bei einem Konzert sogar lichterloh.

„VN“: Eure „Best of“-Tour führt euch quer durch 33 Städte. Vermisst ihr eure Familie?
Steinbäcker: Natürlich. Unsere Frauen sind bei der Tour nicht dabei. Sie kommen halt bei einigen Konzerten nachgereist.

„VN“: Im Rahmen eures Konzerts spielt ihr viele alte Hits, aber auch sechs komplett neue Lieder. Eine Zeitreise durch zwei Jahrzehnte STS?
Schiffkowitz: Ja, schon irgendwie. Es gibt Lieder, die musst du spielen, sonst ist das Publikum enttäuscht. Vor der Tour haben wir gesagt: Jeder sucht seine zehn Lieblingslieder aus. Dazu schreibt jeder zwei neue Lieder, die spielen wir dann auch auf der Tour.

„VN“: Gibt’s ein Lieblingslied von Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz?
Steinbäcker: Um Gottes Willen. Wir haben jeder nicht einmal ein Lieblingslied, geschweige denn einen gemeinsamen Lieblingssong.

„VN“: Eure Hits werden im Radio rauf und runter gespielt. Was ist das für ein Gefühl, wenn man sich selber im Radio hört?
Schiffkowitz: Es ist komisch und irgendwie irrsinnig lustig. Ich erschrecke jedes Mal und werde mich wohl nie daran gewöhnen.

„VN“: Da könnt ihr ja froh sein, dass sich eure Fans daran gewöhnt haben ...
Timischl (lacht): Und wie! Aber es war nicht immer so. Wir haben auch schon vor nur drei Leuten gespielt. Allerdings durften wir auch schon vor 150.000 Fans auftreten.

„VN“: Was ist schöner – ein Riesenkonzert oder eines in familiärer Atmosphäre?
Timischl: Jedes Konzert ist anders. Es gibt große Konzerte, die schön sind, und es gibt kleine, da geht das Publikum trotzdem voll mit. Beides ist auf seine Art toll.

„VN“: STS hat viele gute Lieder gemacht, gesungen und gespielt. Was macht ihr mit dem vielen Geld?
Steinbäcker: A bisserl was braucht ma schließlich. Aber wir verdienen gar nicht so viel. Es reicht, damit wir gut leben können. Viele multiplizieren einfach die Besucher eines Konzerts mit dem Kartenpreis und denken: wow! Das ist leider nicht so. Mit uns sind 18 Personen von Band und Crew unterwegs. Außerdem gibt es da noch den Finanzminister . . .

„VN“: Es gibt sechs neue STS-Songs. Kommt ihr bald mit einer neuen CD zurück ins Ländle?
Schiffkowitz: Vermutlich Ende des nächsten Jahres wird es die neue STS-CD dann zu kaufen geben.

„VN“: Gemäß eures Hits „Auf a Wort“ nehmen wir euch auch bei diesem. Danke fürs Gespräch und toi, toi, toi.


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