Die Helden von Fürstenfeld

   Oktober 1984, Peter Leopold, Rennbahn Express
   hinzugefügt am 17.05.2004  von ursula

Drei singen davon. Alle reden davon. Peter Leopold machte den Lokalaugenschein: STS in Fürstenfeld!

Da machen drei Steirer eine kleine Stadt an der burgenländischen Grenze zur bekanntesten im Land. Da will ihnen der Bürgermeister das Goldene Ehrenzeichen verleihen, das er dafür eigens erst erfinden muss. Und dabei hat eigentlich keiner der drei STS-Musiker eine direkte Verbindung zu Fürstenfeld!
- SCHIFFKOWITZ heißt eigentlich Helmut Röhrling (unter diesem Namen hat er auch sein Buch „Wir sind die, vor denen uns unsere Eltern gewarnt haben“ veröffentlicht, an einem zweiten Buch arbeitet er derzeit) und ist mit 38 Jahren der „Senior“ von STS: Er stammt aus Sinabelkirchen, 20 km von Fürstenfeld entfernt in Richtung Graz gelegen, und hat nur seine Schulzeit in Fürstenfeld verbracht. IM „K. K. Staatsgymnasium“ (diese Aufschrift auf dem Schulgebäude wurde erst kürzlich wieder erneuert) drückte er acht Jahre lang die Schulbank, im Schülerheim gleich daneben verbrachte er seine Jugendzeit. „Im Heim war’s besch...“ erinnert er sich. Weswegen er auch heute noch davon träumt, einmal vor das Heimtor ein „Häufchen“ zu legen ... Heute ist „Schiffi“ ein Wahlgrazer.
- Der 32jährige GERT STEINBÄCKER, von 79 – 82 Sänger der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“, kennt Fürstenfeld überhaupt nur durch seine Freunde: Er lebt in Graz und hat außerdem ein Zimmer in Wien. „Ich bin eben ein Städter!“
- GÜNTER TIMISCHL – er sit 36 – ist der eigentlich „Schuldige“ am jetzigen Fürstenfeld-Rummerl: „Timi“ ist zwar in Fürstenfeld aufgewachsen, ist vor fünf Jahren allerdings ausgezogen. Genau 600 Meter hinter der Ortstafel, in Speltenbach hat er sich mit seiner Frau Lotte einen Bauernhof gemietet! Ihm hat der „Fürstenfeld“-Autor Schiffkowitz das Lied geschrieben ...
Timischls STS-Bauernhof hat eine bewegte Geschichte: Er ist mit 250 Jahren nicht nur der Älteste im Dorf, sondern stand noch vor knapp über hundert Jahren am anderen Ende der Straße! Weil’s dort dem Bauern zu feucht war, ließ er ihn kurzerhand Stein für Stein abtragen und auf seinem jetzigen Standort wieder aufbauen!
Das uralte Holztor ist zur Hälfte mit Efeu zugewachsen, der wunderschöne Innenhof begrünt, wo’s nur geht und die vier Zimmer sind mit uralten Bauernmöbel und vielen Kleinkram wie Geschirr oder mit Sinnsprüchen bestickten alten Küchen-Wandtüchern vollgeräumt.
Seit dem 7. September, ihrem letzten Urlaubstag (Steinbäcker erholte sich in Griechenland, Schiffkowitz bei einem Freund in Schweden und Timischl pflegte seinen Bauernhof) sind STS wieder voll auf der Achse: Im Herbst wollen sie hauptsächlich live spielen, am 23. September treten sie als Stargäste beim jährlichen Pop- und Chansonfestival „Kärnten International“ auf.


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