Gerd Steinbäcker: Ein ziemlich schönes Leben

   12.02.1994, Autor unbekannt, OÖNachrichten
   hinzugefügt am 28.02.2005  von Livia

Gerd Steinbäcker, ein "S" von "STS", ist mit seiner CD "Steinbäcker" wieder auf Solopfaden unterwegs. In Linz trafen "Sound & Power" den Steirer zum Interview:


Auf deiner neuen CD setzt du dich mit dem Begriff Heimat auseinander. Was bedeutet Heimat für dich?


Steinbäcker: In der Politik wird der Begriff Heimat jetzt wieder hochgespielt. Für mich bedeutet Heimat einfach Vertrautes. Die Steiermark zum Beispiel. Mit Heimat verbinde ich Erinnerungen an die Jugendzeit und Orte, die ich besonders gut kenn' und wo ich Freunde habe. Auch Griechenland ist für mich ein Stück Heimat, weil mir gewisse Inseln einfach vertraut sind.


Freunde sind dir, wie man auf "Steinbäcker" hören kann, besonders wichtig. Außerdem haben einige Freunde - Ambros, Wecker, Spitzer, Timischl und Kolonovits - Lieder für dein neues Album geschrieben.


Ja. Ein echter Freund von mir ist zum Beispiel der Thomas Spitzer von EAV. Wir ham' mit 15 Jahr' schon die erste gemeinsame Band gegründet. Wir ham beide lange Haar g'habt. Damals sind wir von den Eltern immer voreinander gewarnt worden. Die ham immer g'sagt: "Paß' ja auf, der wird sicherlich amal a Sandler." Wie man sich täuschen kann . . . Vom Wolfi Ambros bin ich zum Beispiel erst inspiriert worden, deutschsprachige Texte zu schreiben. Und der Konstantin Wecker legt uns textlich noch immer einiges vor.


Was sagen deine STS-Kollegen Timischl und Schiffkowitz dazu, wenn du dich auf Solopfade begibst und jetzt schon zum zweiten Mal eine eigene CD herausbringst?


Die ham da nix dagegen. Das eine schadet dem anderen ja in keiner Weise. Bestimmte Lieder, die mir einfallen, passen einfach nicht zu STS. Das ist eben ein anderer Stil.


Im Sommer nimmt STS bereits die nächste CD auf. Im Herbst ist die Tournee angesetzt. Ist Musikmachen für dich schon zur Routine geworden?


Nein. Es gehört immer noch das gewisse Feeling dazu. Daheim in Graz komponier' ich die Musik und auf meinem Schiff in Griechland laß ich mir im Mai die Texte dazu einfallen. Wenn ich so nachdenk',hab' ich eigentlich ein ziemlich schönes Leben. Ich verdien' mit dem, was mir Spaß macht, mein Geld.


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