Sonnenuntergang

   7.8.2007, Christian Ude, Kleine Zeitung
   hinzugefügt am 27.08.2007  von Riky

Sonnenuntergang

Das österreichische Erfolgstrio STS ist seit 30 Jahren auch für seine Sprache beliebt, die unter die Haut geht – ob nun Gefühle, Familiäres, Fernweh oder Missstände besungen werden.

Die neue Single „Ende nie“ ist, so ein Radio-Musikchef, „nicht das, was man sich nach längerer Pause von STS erwartet hat“. Bei vielen Sendern wird sie nun nicht gespielt. Natürlich muss man aufmerksam hinhören, um die Aussage des Songs über Gewaltbereitschaft und angriffslustige Großmächte zu verstehen. Der Liedtext setzt sich ja nicht nur mit globalen Strukturen, sondern auch den bösen Keimzellen im täglichen Miteinander auseinander.

Offenbar gehen manche Rundfunk-Bosse davon aus, dass das Publikum gar nicht genau zuhören und sich nicht mit gesellschaftspolitischen Texten beschäftigen will.

Dabei steht „Ende nie“ in der Tradition des STS-Klassikers „Kalt und kälter“: Die drei Musiker drücken nur ihr Unverständnis für gewisse Zustände im Land oder in der Welt aus – ohne schulmeisterlich erhobenen Zeigefinger.

Wäre es Ihnen lieber, wenn STS nur von Sonnenuntergängen in Griechenland sängen? CHRISTIAN UDE


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